Parodontosebehandlung mit Laser
Behandlungserfolge in der Parodontosetherapie mit Laser und Biostimulation. Bei den zu behandelnden Parodontiden ist eine lege artis durchgeführte Vorbehandlung mit ausreichender Kürettage zwingend erforderlich. Diese kann einerseits durch Deepscaling mit Handinstrumenten, andererseits um ein vielfaches schonender durch eine Therapie mittels ER-Yag Laser erfolgen. Bei beiden gilt es grobe Konkremente aus dem marginalen Sulcus zu entfernen.
Während es beim Deepscaling mit Handinstrumenten immer zu einem wenn auch geringfügigen Abtrag an Zahnhartsubstanz kommt, kann man dies bei der Therapie mit dem ER-Yag-Laser ausschließen. Hier werden mittels eines Glasfaserkeilchens, welches in den Sulkus eingeführt wird durch Laserlicht die Konkremente abgesprengt. Da der ER-Yag Laser Kavo Key3 vorher auf die Konkremente geeicht wird und nur dann arbeitet, wenn Konkremente detektiert werden, bleibt der Zahn hierbei unbeschädigt.
Bei der nun anschließenden Behandlung mit dem Diodenlaser wird nun das entzündete Gewebe aus dem Sulkus entfernt.
Nach durchgeführter Parodontalbehandlung mittels ER-Yag Laser sowie Diodenlaser erfolgt nach zwei bis drei Wochen das durch Sondierung überprüfte Behandlungsergebnis. Je nach Schweregrad der Parodontose kommt es entweder zur Restitutio ad integrum, welche sich im Reattachement des epithelialen Saumes definiert oder zum New-attachement des nun bindegewebigen Saumes.
Hier setzt nun der Behandlungserfolg der Biostimulation mit dem Dentalmaster ein. Es ist nachvollziehbar, dass die stattfindende Regeneration des marginalen Sulcus Stoffwechselenergie benötigt und diese wird durch das M.E.N.S.-Gerät bis um 500 – 600 % gesteigert. Wohlwissend der besagten Steigerung von ATP um bis zu 650% wird auch der Membrantransport und die Proteinsynthese erheblich angehoben.
Nun wird klar, dass alle beteiligten Mechanismen eine schnellere und quantitativ hochwertige Regeneration zulassen und es wird nachvollziehbar, warum auch die Reduzierung des Lockerungsgrades von II nach I und 0 keine Fiktion, sondern Realität ist. Auch die Festigung des Lockerungsgrades III ist schon gelungen, wobei natürlich Fehlbelastung zu beheben oder okklusale Korrektur und manchmal Schienung notwendig sind. Die Applikation ist einfach. Der speziell für diese Anwendung konstruierte Applikator ermöglicht der eingewiesenen Helferin ein leichtes und effizientes Handling. Der Patient sitzt entspannt im Stuhl und empfindet die Behandlung als angenehm.
Hervorzuheben ist,
dass alle Patienten eine subjektiv feststellbare Besserung bemerken und das bei über 90 % der behandelten Patienten nicht mehr als 9 – 10 Sitzungen notwendig sind um ein stabiles Diagnoseergebnis zu erzielen. Bei der Ermittlung des Diagnosewertes hat es sich bewährt vor und nach der Behandlung den Wert zu notieren um eine deutliche Verbesserung zu dokumentieren.
Natürlich verbessert sich neben dem bereits beschriebenen Ergebnis schon nach kurzer Zeit die Elastizität und Qualität des peripheren Gewebes. Blutung auf Sondierung auch über 5mm stellt sich bereits nach einigen, wenigen Sitzungen ein und der Patient freut sich über eine jugendliche, frisch aussehende Gingiva.
Neben der Parodontosetherapie setze ich den Dentalmaster auch postoperativ nach Implantationen und Osteotomien ein. Ob Osseointegration schneller und qualitativ besser verlaufen, werden noch ausstehende Untersuchungen ergeben. Da aber regenerierende Prozesse auf die bekannten und erwähnten Mechanismen angewiesen sind, ist der Brückenschlag zulässig und logisch.
Abschließend möchte ich feststellen, dass die Biostimulation mit dem Dentalmaster eine weitere durchschlagende Verbesserung in der Behandlung von Parodontiden und deren Prophylaxe bedeutet und betonen, dass die Anwendung noch auf verschiedene Gebiete der Mundhöhle ausgeweitet werden kann, wo regenerative Prozesse abhängig von Stoffwechselleistung positiv beeinflusst werden können.